Preloved & Co. – 10 Wege Kleider weiterzugeben

Der Sommer kommt und damit die Zeit den Kleiderschrank mal wieder umzuräumen. Die dicken Pullover, Jacken und Strumpfhosen werden verpackt und dürfen ruhen, dafür kommen die lang ersehnten Kleider, Shorts und Tops aus dem letzten Sommer wieder hervor und dürfen in die Front Row des Kleiderschrankes. Aber was ist, wenn beim Hervorholen die meisten Sachen keine Freudensprünge auslösen, sondern nur ein müdes Seufzen hervorlocken? Dann ist es wohl an der Zeit die vergangenen Lieben auszusortieren und weiter zu geben, nur wohin damit?
Heute liste ich euch die Wege auf, die eure preloved Kleidung nehmen kann – manchmal braucht man ja nur wieder eine kleine Motivation oder alles im Überblick, damit man wieder Platz im Kleiderschrank hat. Einiges ist arbeitsintensiv, manches kostet sogar Geld – anderes ist hingegen völlig kostenlos – los gehts!

Die wohl naheliegendste Möglichkeit ist wohl das Verkaufen – sind die Stücke gut erhalten, nur wenige Saisons alt (oder vintage!) kann es gut möglich sein, dass man noch den ein oder anderen Euro mit den Sachen verdient. Hier gibt es nun verschiedene online und offline Möglichkeiten:

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Online verkaufen

Kleiderkreisel ist bestimmt die erste Plattform, die den meisten von euch in den Sinn kommt, aber auch Mädchenflohmarkt oder Kleiderkorb sind Online-Secondhand-Läden, bei denen man sich leicht anmelden und die preloved Sachen verkaufen kann. Aber auch Facebook hat viele Verkaufsgruppen, die teilweise sogar lokal sind. Hier fallen keine Gebühren an und das Porto spart man sich eventuell auch. Naürlich gibt es noch das gute alte ebay oder auch ebay Kleinanzeigen.

Pro: Schnell reingestellt, große Reichweite und damit hohe Chance zu verkaufen.

Contra: Viele Anbieter, die alle verkaufen wollen, eigene Stücke können schnell untergehen, hoher Preisdruck, Zeit für die Kommunikation und für das Verschicken. Eventuell Gebühren an die Plattform. Verkauf kann viele Wochen dauern.

Offline verkaufen

Der gute alte Flohmarkt ist für alle, die Zeit und Lust haben sich einen ganzen Tag zwischen seine Klamottenberge zu stellen, wohl die idealste Möglichkeit seine alten Sachen gewinnbringend loszuwerden. Kreativer wird es mit einer Kleiderparty, zu der man Freunde und Bekannte zu sich nach Hause einlädt und sie dort durch die eigene Kleidung stöbern können. Mit Sekt und Muffins kann das ein sehr lustiger Tag werden!

Pro: Bessere Preise, da die Käufer direkt schauen können und man auch gut feilschen kann, am Ende des Tages hat man ein klares Ergebnis, der Verkauf zieht sich nicht über Wochen.

Contra: Standgebühren können mitunter sehr hoch sein, ein ganzer Tag muss investiert werden, Kleidung muss zum Ort beschafft werden.

Secondhandläden können ebenfalls eine Anlaufstelle sein – vor allem Designerstücke und wirklich gut erhaltene Teile können hier verkauft werden. Am besten man sucht sich einen Laden in der Nähe und ruft einfach mal an. In der Regel muss man einen Termin vereinbaren, bei dem man dann die Stücke vorbeibringt. Es gibt auch Läden, die Kleidung zum Kilopreis abkaufen.

Pro: Den Verkauf übernimmt jemand anderes, geringer Zeitaufwand

Contra: Eventuell bezahlt man Gebühren für Regale und/oder eine Provision, Da der Laden daran verdienen möchte, eher geringe Gewinne für einen selbst.

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Generell muss man sich beim Verkaufen klar machen, dass man wirklich wenig für seine alte Kleidung bekommt. Der Satz “Das habe ich doch nur einmal getragen” zählt nicht. Sobald du die Kleidung aus dem Geschäft nach Hause trägst, hat diese schon einen Wertverlust. Kleidung ist billig wie nie – dass ein T-Shirt bei Primark zwei Euro kostet, hat auch Auswirkungen auf die Preise unserer preloved Kleidung.

Neue Stücke gewinnen – Tauschen von Kleidung

Vielleicht ist dann das Tauschen von Kleidung eine gute Alternative. Entweder im Internet wie auf der Pattform Kleiderkreisel oder offline auf lustigen Kleidertauschpartys. Ich denke bei dieser Variante muss man, wie bei vielen anderen Dingen auch, einfach der Typ für sein. Wem es Spaß macht, gewinnt man so gut erhaltene Stücke für seinen Kleiderschrank. Wer lieber Geld mit dem alten Stücken verdienen will, um anschließend bei COS stöbern zu können, sollte doch die Zeit investieren und verkaufen.

Pro: Man bekommt neue, in etwa wertgleiche Kleidung, geringer Zeitaufwand, keine zusätzlichen Kosten.

Contra: Kein Gewinn an der alten Kleidung.

Gutes tun und Kleidung spenden

Zu guter Letzt gibt es noch mehrere Möglichkeiten, wie man einen leeren Kleiderschrank gewinnt und mit seiner alten Kleidung gleichzeitig noch gutes tun kann. Natürlich kann man einfach ein paar Freunde einladen und ihnen die gut erhaltenen Stücke schenken, bei Kleiderkreisel gibt es ebenfalls diese Funktion und dann gibt es ja noch die Anlaufstellen, um die Kleidung gemeinnützig zu spenden. Die Caritas und die entsprechend gekennzeichneten Altkleidercontainer sind gute Anlaufstellen – aber Achtung der Secondhand-Markt ist wirklich hart umkämpft und viele unseriöse Unternehmen machen viel Geld, indem sie unsere alte Kleidung nach Arfika schiffen und dort den einheimischen Bekleidungsmarkt kaputt machen. Hier heißt es also nicht wahllos in den nächsten Container werfen, sondern am besten eine regionale Organisation heraussuchen und die Kleidung dort hinbringen. Hier landet übrigens der Großteil meiner alten Kleidung auch.

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Nach dieser Rundumaktion herrscht endlich wieder Ordnung im Kleiderschrank und vielleicht merkt die ein oder andere von euch jetzt auch, wie schwierig es ist getragene Kleidung wieder loszuwerden. Das Kaufen fällt leicht, genauso wie das Tragen. Aber wenn schon nach wenigen Monaten die Lust an dem Kleidungsstück vergeht, sollte man beim nächsten Kauf auch den potentiellen Verkauf und die dafür investierte Zeit miteinrechnen – Lohnt sich der Kauf dann auch noch? Ich hoffe dieser Post gibt euch eine kleine Anregung dafür, welche Wege unsere Kleidung nachdem wir sie ausgeliebt haben, nehmen kann und was das für den Neukauf von Klamotten bedeutet.

Was macht ihr mit eurer ausgedienten Kleidung? Verkaufen, tauschen, spenden? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

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2 Comments

  • Ich nutze alte Kleidung gern als Material für neue. Aus Jeans die im Schritt gerissen sind kann man zum Beispiel gut kinderlosen nähen, Tops oder pullis mit kleinen Löchern eignen sich oft um aus den heilen Teilen noch Ärmel oder ähnliches für ein neues zu nähen…

    • Liebe Lisa,
      das ist auch eine wirklich tolle Idee! Ich habe aus einem mottenzerfressenen Pulli meines Freundes, zwei Mützen, zwei Handyhüllen und einen Pullunder genäht! :D

      Liebst ♥
      Lea Christin

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