Story: Wie ich eine Blondine wurde

Es ist Juni und ich war noch nie in meinem Leben so blond wie jetzt. Ich bin ganz erstaunt, wie gut mir die hellen Haare gefallen, wo ich mich doch immer als Brünette gesehen habe. Meinem näheren Umfeld gefällt die Typveränderung ganz gut, nur mein Opa gab zu bedenken, dass das ungesund für meine Haare sei (mein Opa!). Natürlich ist so ein krasser Wechsel von ziemlich dunkel im letzten Jahr, über rot zu dunkel bis ombre und nun blond, nicht ganz ohne, aber ehrlich gesagt, habe ich mich schnell daran gewöhnt. Ich war noch nie der beständige Typ, wenn es um meine Haare ging und seit ich sie abgeschnitten habe, bin ich noch experimentierfreudiger geworden. Auf jeden Bild, das ich mache, sehen meine Haare anders aus – eigentlich super praktisch, wenn man anhand der Haare die Zeit einordnen kann: Aha das war da als ich sie so super kurz und mahagonirot trug…oh das war kurz vorm Friseurbesuch, als sie mich nur noch genervt haben. 

Heute zeige ich euch, wie ich diesen Schritt geschafft habe, was alles dazu nötig war und wie auch ihr in wenigen Monaten eine waschechte Blondine werden könnt!

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1. Erstmal zum Friseur


Im Februar habe ich angefangen. Da keimte die Idee in mir, blond zu werden. Also bin ich kurz nach meinem Geburtstag zu dem Friseur meines Vertrauens und habe mich beraten lassen. Schnell folge die dumpfe Erkenntnis: Mein Haar ist noch zu dunkel, mit zu vielen vorangegangen Farben klappt das mit dem Blondwerden auf Anhieb nicht. Eine Übergangslösung musste her. Die bestand darin, meinem Haar einen schicken und soften Ombre-Look zu geben. Die Spitzen wurden schon ziemlich blond, die oberen Haarpartien bekamen ein helles Braun ähnlich meiner Naturhaarfarbe. Dazu ein luftiger, fransiger Schnitt, damit alles gut rauswachsen konnte (ohne dass ich alle vier Wochen zum Friseur rennen muss). Das alles war zwar schön und gut, aber nicht das, was ich mir erhofft hatte. Außerdem hatte ich schon nach wenigen Wochen einen Streifenhörchen Look. Oben Ansatz, dann gefärbtes Haar, was damals Ansatz war, gefärbtes Haar was schon gefärbt war und blond. Ja, nicht unbedingt meine Vorstellung eines gepflegtes Schopfes…

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2. Nochmal zum Friseur


Also gings ein zweites Mal zum Friseur. Diesmal sollte ich es doch blonder werden. Da mein gesamtes Haar laut Friseur noch nicht fähig war blond zu werden, entschieden wir uns für Strähnchen. Das war nicht schlecht, um den Übergang zu verblenden und den waagerechten Streifenlook zu kaschieren. Allerdings hatte ich jetzt senkrechte Streifen, mit denen ich auch nicht so wirklich zufrieden war. Der Kontrast der doch sehr hellen Strähnchen zum Rest war doch noch sehr krass. Ich finde auf dem oberen Bild sieht man den Kontrast immer noch recht gut. In Natura ist er aber kaum noch zu bemerken.

3. In den Friseurbedarf gehen


Zwei Wochen später – man soll den Haaren ja etwas Schonzeit gönnen – brachte mir meine Mutter allerhand Schönes aus dem Friseurbedarf mit. Da die Friseure, die ich aufgesucht hatte, ja alle der Überzeugung waren, mich nicht blond kriegen zu können, mussten wir halt selbst ran. Neben Blondierpulver, Entwickler und flüssigen Keratin (wie cool bitte?) brachte sie auch noch spezielles Pflege Shampoo von Wella und ein grau Shampoo mit, falls es zu gelb geworden wäre. Da meine Mutter dreißigjährige Erfahrung im Haare selber blondieren hat, ging das erstaunlich gut und streifenfrei zu. Anschließend war ich schon fast so blond, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Strähnen vom vorherigen Friseurbesuch sahen nun nicht mehr störend aus, sondern gaben dem ganzen Haar Dimension und Tiefe. Mit diesem Ergebnis war ich seit langem wieder einmal zufrieden mit meinen Haaren.

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4. Ab jetzt in die Drogerie!


Von jetzt an geht es nur noch in die Drogerie. Hier bekommen wir günstige Färbungen (Färben beim Friseur ist auch einfach sauteuer) und da meine Mutter ja eh Profi ist und schon früher meine Tönungen gemacht hat, ist dies auch gar kein Problem. Jetzt machen wir alle vier Wochen einen Färbeabend und ich werde Stück für Stück blonder.
Mit der jetzigen Farbe bin ich super zufrieden, ich werde sie nur noch minimal aufhellen und dann gegebenenfalls mit Graushampoo etwas entgelben. So einen leicht aschigen Ton finde ich nämlich sehr schön, auch wenn es nicht gleich der Granny-Style sein muss. Auf den Fotos sieht man den mittleren etwas dunkleren Streifen, bedingt durch die erste Ombre-Färbung noch ziemlich gut. Daran erkennt man auch, wie lang mein Haar seit Februar schon gewachsen ist. Es wächst verhältnismäßig schnell, aber das so zu sehen, ist schon ziemlich fabelhaft. Ich hoffe, dass der breite Streifen, den außer mir scheinbar niemand wahrnimmt (außer wie schon gesagt, auf den Fotos), trotzdem durch die nächsten Färbungen verblassen wird.


Seit der Blondierung sind meine Haare natürlich wesentlich trockener als zuvor, durch spezielle Blond Shampoos bekomme ich das aber gut in den Griff und es hat den Vorteil, dass die Haare wesentlich besser zu stylen sind, da sie nicht mehr ganz so glatt wie davor sind, sondern wesentlich griffiger.

 

Ich halte euch weiterhin auf den Laufenden, wie es mit meiner “Blonde Story” so weiter geht. Natürlich ist diese ziemlich speziell und falls ihr auch mit dem Gedanken spielt blond zu werden, geht auf jeden Fall zunächst zum Friseur und legt nur selbst Hand an, wenn ihr euch das auch wirklich zutraut!

Wenn ihr so eine Story schon hinter euch habt, erzählt mir davon! Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen! Vielleicht habt ihr ja noch Tipps für mich, wie man besonders schonend blond wird, spezielle Produkte, die ihr verwendet oder weitere Tricks – ich bin gespannt!

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7 Comments

  • Deine Erblondung ging aber unterhaltsam von statten und glücklicherweise bist du irgendwo bei honigblond oder wie man diesen Farbton nennt gelandet. Ich selbst war definitiv noch nie blond und werde es voraussichtlich auch nie werden. Ich stelle es mir zu meinem Teint auch nicht besonders gut vor, vor allem im Sommer nicht, wenn ich dann mit rotem Gesicht durch die Straßen glühe – dann noch blondes, verschwitztes Haar dazu und das Styling wäre perfekt ;-)
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

  • Ich bin zum Glück von Natur aus dunkelblond, wenn auch ziiiemlich dunkelblond ;)
    Ab und zu lasse ich mir blonde Strähnen machen in verschiedenen Blondtönen, das hellt meine Naturhaarfarbe optisch auf, ist aber nicht ganz so agressiv wie einmal komplett Färbung. Ich finde deinen Farbton wunderschön, den solltest du beibehalten. Er steht dir unglaublich gut und macht einen tollen Teint!
    LG Jenny

  • Jaja blond werden ist immer so eine Sache, kurze Geschichten gibts da wohl nicht.
    Ich bin natürlich blond und kam mal auf die Idee blau wäre ziemlich cool. Ja blau! Danach habe ich eine halbe Ewigkeit gebraucht um wieder zur waschechten Blondine zu werden..
    Jetzt bin ich gerade an einer Farbe angekommen wo ich schön meine Naturhaarfarbe rauswachsen lassen kann, ohne, dass es ungepflegt aussieht – ich hoffe es zumindest.
    Dir steht die Farbe wirklich gut. Ein schönes Honigblond. Wäre interessant zu jeder Station der Story ein Bild zu sehen.

    • Liebe Eva,
      blau ist natürlich eine hammer Farbe! Mal was komplett anderes und wenn man Lust darauf hat, sollte man das natürlich auch machen. Aber ich kann mir vorstellen, wie lange das gedauert haben muss. Ich habe auch immer noch mit dem leichten Rotstich zu kämpfen, den ich mir letzten Sommer gefärbt hatte…
      Ich habe mich jetzt mal bewusst gegen einzelne Stationsfotos entschieden. Im Grunde kann man das ganz gut verfolgen, wenn man einmal meinen Instagramfeed runterscrollt oder einfach bei meinen Blogposts nach hinten geht..so hat man da, denke ich, ne ziemlich gute Übersicht :D
      Liebst
      Christin

  • Ich hab auch schon ein paar Farben hinter mir: von Naturblond zu Mahagoni, zu Braun, zu Kupfer, dann wieder Blond, helleres Blond und aktuell wieder eher meine Naturhaarfarbe. Ich habe einfach gemerkt, wie meine Haare kaputt gegangen sind über die Jahre hinweg und bleibe deswegen erstmal bei meinen Naturhaaren. Soweit meine Haar-Story :P

    Das Blond steht dir wirklich gut! :)

  • Die Sache mit der Haarfarbe – das ist aber auch eine nie endende Story! Ich war schonmal dunkelbraun, kupfer und nun hellblond. Ich selbst habe von Natur aus dunkelblondes Haar, was einfach nach nix aussieht. Daher habe ich mich entschieden, meine Haare zu blondieren – beim Friseur aber. Ich bin ganz zufrieden soweit, aber Endstation ist das auch noch nicht. Dafür ist es mir zu aufwendig mit Nachfärben. Und jetzt mit Drogeriefarbe bei zu gehen, ist mir etwas zu unsicher :D
    Ich finde, dass dir der Ton wirklich gut steht – ich bin gespannt wie deine Haar-Story weiter geht. :)

    Liebste Grüße,
    Rina von Adeline und Gustav

  • Die Haarfabe steht Dir sowas von gut, ich würde die ehrlich gesagt so lassen. Ich bin jetzt ja auch etwas heller geworden und finde das für den Sommer richtig gut. Auch wenn es vielleicht für einen selbst nervig ist: Ich finde es immer positiv wenn Friseure ehrlich sind und sagen wenn etwas nicht so klappen könnte bevor sie es einfach machen. Aber super, dass es dann doch geklappt hat :)
    Liebste Grüße <3

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