Das Muffin-Experiment

Ich experimentiere total gerne mit Rezepten. Selten halte ich mich eins zu eins an ein vorgegebenes Rezept, sondern füge hier und da noch etwas hinzu, lasse etwas weg oder ersetze es durch andere Zutaten. Wie zum Beispiel mein heißgeliebtes Rezept von Attila Hildmann, die veganen Funky-Monkey-Banana-Muffins. Richtige Energiebomben die schnell gemacht sind und extrem lecker schmecken. Perfekt, wenn es morgens schnell gehen soll oder man den Tag unterwegs ist und eine leckere Kleinigkeit zum Essen mitnehmen möchte. Allerdings sind diese kleinen Sattmacher mit Buchweizen im Rezept angegeben. Und das finde ich, schmeckt einfach nicht so gut. Deswegen habe ich jetzt ein kleines Experiment zusammen mit meiner Schwester gestartet. Ein Wochenende haben wir drei unterschiedliche Arten der Muffins gemacht, komplett gleiche Zutaten, nur die Mehlsorte hat variiert. Rosamuffinsförmchen für Buchweizenmehl, grau für Dinkelmehl und türkis für Hälfte Dinkelmehl und Hälfte Dinkelflocken.

vegan-muffin-blog-glasschuh-muffins

vegan-muffin-nuesse

Auch bei den Nüssen habe ich mich nicht an das Rezept gehalten. Anstatt nur Pekannüsse zu verwenden, habe ich eine Mischung aus verschiedenen Nüssen genommen. Die Mischung besteht aus Cashewnüssen, gerösteten Mandeln, Pinienkernen, Walnüssen, Paranüssen und Pekannüssen. So bekommt man eine ausgewogenere Zufuhr von den Nährstoffen und guten Fetten in den Nüssen.

vegan-muffin-blog-glasschuh-zutaten

Zutaten:

  • 2 (reife) Bananen
  • 50g Nüsse
  • 200g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Tl gemahlene Vanille
  • 170 ml Hafermilch
  • 50g Olivenöl
  • 55g Apfelsüße
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Speisenatron
  • Muffinsförmchen

Ich persönlich liebe ja reife Bananen. Sie sind erst genießbar, wenn sie die wunderschönen braunen Flecken bekommen. Dann sind sie schön süß und weich. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. :) Für die Muffins empfiehlt es sich aber die reiferen zu benutzen, wer es gerne süß mag. Außerdem sind reife Bananen wesentlich gesünder!

Wieso ihr Natronpulver in den Zutaten entdeckt hat einen ganz einfachen Grund. Die Hälfte des Backpulvers wird bei uns in der Familie immer durch einen halben Teelöffel Kaisernatron ersetzt. Das Natron ist auch im Backpulver enthalten, enthält aber keine Säure und Stärke. Und davon braucht es nicht so viel. Außerdem finden wir, dass Backpulver einen leicht bitteren Geschmack hat und wenn zu viel davon ins Gebäck kommt, wird die Zunge unangenehm pappig.

Die braunen Krümmel im oberen, linken Bildrand sind übrigens die fertig gehackten Nüsse. Benutzt unbedingt ein elektronisches Hilfsmittel und macht es nicht per Hand. Spart unmengen Zeit und Schmerzen im Handgelenk.

Damit man die Muffins am Ende unterscheiden kann habe ich verschieden farbige Muffinförmchen aus Silikon von Ikea benutzt. Werde ich aber nicht noch einmal benutzen. Zwar kann man sie wiederverwenden, dafür schmecken die Muffins nach dem x-ten Gebrauch immer noch nach Plastik und selbst die Spülmaschine bekommt nicht alle Reste aus den Förmchen. Dann auch noch umständlich abtrocknen. Also nicht zu empfehlen, wie schön sie auch aussehen. Dann lieber Förmchen aus Papier!

Zubereitung:

In einer großen Schüssel alle Zutaten außer die Bananen und Nüsse mit einen Rührbesen vermengen. Die Bananen in kleine Würfel schneiden und die Nüsse klein hacken. Anschließend die Bananenstücke und Nüsse mit dem Rührbesen vorsichtig unterheben. Die Muffinförmchen in einem Muffinblech verteilen und den Teig mit einem Löffel gleichmäßig verteilen. Ab damit in den Ofen und auf mittlerer Schiene bei 180 °C Umluft für 30 Minuten backen. (Ich bin kein Fan von Backofenvorheizen)
Anschließend in die Backofenheißen Muffins beißen! Achtung! Verbrennungsgefahr! Aber heiß schmecken sie einfach sooo gut ;)

Unser Ergebnis

Geschmacklich hat uns eindeutig das Dinkelmehl überzeugt. Sie sind süß und saftig und einfach perfekt in unseren Augen. Aber wir müssen zugeben die Buchweizenmuffins sind wunderschön. Sie sind so wie man sich Muffins äußerlich vorstellt. Glatte Oberfläche, tolle Risse in der Oberfläche und eine schöne, runde Form.

vegan-muffin-blog-glasschuh-muffins-2 vegan-muffin-blog-glasschuh-muffins-3

Habt ihr auch schon mit Rezepten experimentiert und eure ganz eigenen Favoriten kreiert? Erzählt uns von euren Erfahrungen!

Dieser Post enthält eventuell Affiliate Links. Wenn du über diese in einem Online-Shop bestellst, bekomme ich eine kleine Provision von dem Shop - für dich entstehen aber keine zusätzlichen Kosten! 

Tags from the story
,
Written By
More from Lisa Sophia

Outfit: Esprit Glockenrock & Chloé Lookalike

Wenn ich früher zu einem Rock gegriffen habe, handelte es sich meistens...
Read More

11 Comments

  • Mhhhhhh das klingt so lecker! Muss ich definitiv mal ausprobieren :) Ich bastle schon lange am perfekten veganen Bananen-Pancake-Rezept herum :D

    Und das Sofa aus Paletten klingt auch super :D Da kann man einiges tolles mit anstellen :)
    Dein neues Design gefällt mir übrigens super duper gut!

    Liebste Grüße <3 Joana
    TheBlondeLion

    Es würde mich riesig freuen, wenn du hier beim Geheimtipp des Monats ganz unten bei TheBlondeLion für mich abstimmst – geht jeden Tag einmal :)

  • Ein tolles Experiment: Das Rezept mal mit unterschiedlichen Mehlsorten auszuprobieren.
    Mit Buchweizenmehl wollte ich ohnehin mal wieder backen. Als Kind gab’s das öfter mal zu Hause, aber irgendwie hat es, als ich ausgezogen bin, nicht in meiner Küche Einzug gefunden….

    Mit lieben Grüßen,
    Sarah Maria

  • Ich muss ja zugeben, dass ich es mit Backen nicht so habe :D mir fehlt da immer ein bisschen die Geduld. Aber wenn man dann so leckere Sachen sieht wie bei dir…:) kriegt man doch Lust.

    Dein Blog sieht übrigens wirklich genial aus! Sehr sehr schön.

    Liebste Grüße
    Juliana

  • Die sehen aber in allen drei Variationen fabelhaft aus. Da ich noch so viel Dinkelmehl im Haus habe, werde ich wohl zunächst diese Variante ausprobieren =) Ich selbst experimentiere auch ständig mit Zutaten herum. Kann gut gehen, muss aber nicht ;) Bei mir sind letzte Woche diverse Experimente in die Hose gegangen, aber auch das gehört dazu. Ich werde dann wohl gleich mal in dei Küche stapfen und den Backofen anheizen. Vielen Dank für die Inspiration ♥

    Liebe Grüße und einen tollen 1. Blogger Kommentiertag
    Rike
    http://kochenbackenrandalieren.blogspot.com

  • Hehe, ich halte mich auch nur selten exakt an die Rezeptvorgabe und variiere gerne bei den Zutaten – sei es, weil ich irgendetwas nicht mag (Gorgonzola zum Beispiel *eek*) oder weil ich die Zutat gerade einfach nicht da habe. ;-)

    Dass ihr die drei Varianten mal gleichzeitig gebacken habt, finde ich super! So ist es dann ja doch einfacher, sie miteinander zu vergleichen, als wenn da wieder mehrere Tage oder Wochen dazwischen liegen.
    Mit Buchweizenmehl habe ich noch nie gebacken, ich nehme meistens Dinkelmehl… wobei die bei mir nicht so “hubbelig” werden wie bei euch? Meine sehen von der Oberfläche her eher aus wie eure mit dem Buchweizen.
    Bananen stehen auf meiner Favoritenliste der Muffinteig-Zutaten auch ganz weit oben… und zerkleinerte, mit Rum vermengte Äpfel, da wird der Teig schön saftig. Hach, jetzt hab ich Lust auf Muffins. :D

    Liebe Grüße
    (… und hergefunden habe ich übrigens über den #BloKoDe14 ;-) )

  • Wow, das sieht wirklich lecker aus – und klingt dazu gar nicht mal ungesund :) Ich musste nur erst mal nachschlagen, was eigentlich Apfelsüße ist. Vielen Dank für das tolle Rezept auf jeden Fall!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.