Vegan durch den Sommer – Teil II

Die zweite Woche ging anstrengend los und stellte mich gleich auf eine harte Probe: Schaffe ich die mir selbst gesetzten Ziele? Meine Mutter lag 3 Tage lang flach und zu meinen Mahlzeiten, musste ich auch noch den Haushalt schmeißen und mich um meine Mutter kümmern. Aber ich hatte Glück im Unglück. Meine Tante war gerade hier und hat mir viel geholfen. So musste ich kaum auf meinen Sport verzichten und konnte in Ruhe kochen.

Tag 1 -Montag

Der erste Tag begann mal wieder mit meinem Haferbrei.
Hier einmal mein Rezept dazu:

29.06 Haferbrei_Frühstück_Apfel_Banane

Zutaten:

  • 100 g feine Haferflocken
  • 150 ml Hafermilch
  • ein halber Apfel
  • eine halbe Banane
  • 2 EL Apfel-Mango-Mus
  • Paranüsse, Walnüsse, geröstete Mandeln, Cashewkerne und Pinienkerne

29.06 Haferbrei_Frühstück_Nüsse

Zubereitung:

  • Als allererstes nehmt ihr euch einen kleinen Topf und gebt die Haferflocken hinein. Danach fügt ihr die Hafermilch dazu. Dies muss jetzt erstmal quellen. In der Zeit schneidet ihr den Apfel und die Banane in Würfel. Dann hackt ihr die Nüsse. Nehmt so viel und wovon ihr wollt. Ich habe auch etwas herum probiert, bis ich die perfekte Mischung hatte. Ich hacke den Großteil meiner Nüsse immer sehr fein und nur 3-4 Mandeln sehr grob, damit es ein paar Stückchen gibt. Achtet darauf, dass ihr die (dunklen) Außenhäute mit hackt. Dort sind wichtige Ballaststoffe drin!
  • Als letztes gebt ihr alles zusammen in den Topf (das Apfel-Mango-Mus nicht vergessen). Stellt es auf eine niedrige Stufe und lasst es langsam warm werden.
    Wer Lust hat, kann auch noch etwas Agavendicksaft, Zimt oder Zitrone dazu geben.

Mittags hieß es dann für für mich: fasten. Ich hatte mich noch nicht daran gewöhnt, mir für unterwegs etwas zu kochen und hab es einfach schlicht und ergreifend vergessen. Asche auf mein Haupt! Gabs eben nur ein veganes Bio-Dinkel-Vollkornbrötchen vom Bäcker.
Abends gab es dann noch ein paar Reste, die im Kühlschrank waren.

Tag 2 – Dienstag

Zum Mittag gab es Vollkornreis mit Spinat. Vollkornreis ist extrem sättigend und schmeckt viel besser als geschälter Reis. Und ist dazu auch noch viel gesünder. Wie beim Apfel. Das liegen die wichtigen und meisten Nährstoffe auch direkt unter der Schale.
Tipp: Nie wieder weißen, geschälten Reis. Vollkornreis for the win!

24.06 Naturreis_Risotto_Spinat

Abends gab es dann Möhrenbandnudeln mit Tomaten-Aubergine-Sauce. Vorweg erst einmal das Positive. Es hat verdammt geil geschmeckt! Aber die Möhrennudeln waren noch halb roh, weil man sie nur 5 Minuten brät. Außerdem sind Möhren echt eine Herausforderung, was den Spiralschneider angeht. Ich habe 30 Minuten gebraucht, bis ich vier von den vorgesehen 6 durch dieses Ding gekloppt hatte. Sie wollten einfach nicht. Haben sich schlicht weg geweigert, sich von dem Spiralschneider schneiden zu lassen. Gedreht, gedreht, fester gedreht – immer noch nichts. Nur mit erheblicher Kraftanstrengung sind sie zu das geworden, was ich wollte. Entweder lag es an der Möhre oder am Spiralschneider. An mir sicherlich nicht!
Tipp: Die Möhrennudeln vorher kurz blanchieren. Das heißt in eine Schüssel tun und kochendes Wasser drüber kippen. Dadurch garen sie schon etwas vor und die 5 Minuten Braten in der Pfanne reichen dann doch aus, sie ganz durchzugaren.

24.06 Möhrennudeln_bandnudeln_Tomatensauce

Tag 3 -Mittwoch

Yammi, Yammi, Yammi i got love in my tummy! Zucchinilasagne mit Bolognese-Füllung und Mandelcreme. Nicht groß anders als die Zucchini-Spaghetti. Und auch wieder hier: Die Mandelcreme ist der absolute Wahnsinn. Wenn ich Mandelmus roh esse oder nur dran rieche, dann schüttelt es mich, aber gebacken…. Bin echt begeistert. Um die perfekte Dicke für die ‘Lasagnenblätter’ zu finden, habe ich erstmal ‘ne Zeit lang an meinem Hobel herum probieren müssen, aber irgendwann hat man es dann raus. Habe übrigens nur eine halbe Zucchini gebraucht und mache die nächsten Tage nochmal Lasagne, weil ich noch so viele ‘Lasagneblätter’ übrig habe.
Tipp: Benutzt gleich eine Lasagnenform und keinen Teller. Viele Teller halten 250 °C nicht aus.
Tipp: Benutzt zum Verteilen der Füllung ruhig eure Finger. (Waschen vorher nicht vergessen!) Geht so viel leichter zu verteilen und das Risiko sinkt, dass eure Lasagne zum schiefen Turm von Pisa mutiert.
Ich hab übrigens die vierfache Menge Mandelcreme benutzt und es sieht irgendwie trotzdem weniger aus, als im Rezept abgebildet. Also irgendwas ist bei mir falsch gelaufen…

25.06 veganeLasagne_Zucchinilasagne

Abends gab es dann den Rest von den Möhrenbandnudeln. Praktisch ist es ja schon, dass ich fast immer für zwei Mahlzeiten koche. Spart echt Zeit.

Tag 4 – Donnerstag

Es war der Tag! Heute gabs die Abiturnoten und ich habe bestanden. Endlich fällt der letzte Rest an Stress ab. Zudem kam das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier raus. Deswegen hab ich fast den ganzen Tag damit verbracht, das Buch durchzulesen. Währenddessen hab ich diese leckeren Kekse gegessen. Normalerweise sind es Schoko-Hirse-Crunchies. Aber da ich keine Braunhirseflakes gefunden habe, habe ich stattdessen Dinkelflakes benutzt. Und da ich es gerne so richtig schokoladig mag, auch ungefähr die doppelte Portion Schokoladen-Pulver. Außerdem hab ich gleich schon geröstete Mandeln genommen und sie nicht erst umständlich selbst geröstet. Ist doch so viel einfacher und das Ergebnis ist das gleiche. Aber ich kann nur sagen egal wie ihr es macht, es schmeckt fantastisch.
Tipp: Wer keinen Anrichtering hat (Was auch immer das sein mag) kann auch kleine Schalen benutzen. Ich hatte vier kleine Schalen. Bisschen zu wenig für so viel Teig. Deswegen hab ich zwischen die Schichten Backpapier gelegt. Danach alles über Nacht in den Kühlschrank. Hat super funktioniert!

26.06 Schoko-Dinkel-Kekse_Silber_Kerstin Gier_Das zweite Buch der Träume

Kohlrabispaghetti olé!  Die Sauce war bis jetzt echt die beste. Kirschtomaten eignen sich hervorragend dafür. Außerdem hab ich den Pinienkernparmesan etwas abgeändert und so leider etwas die Konsistenz geändert. What ever! Dadurch ist sie umso besser geworden. Habe nämlich nicht nur Cashewkerne und Pinienkerne in den Mixer geschmissen, sondern Paranüsse und geröstete Mandeln gleich dazu. Vermutlich lag es an den Paranüssen, dass es eher eine zähe Masse wurde als Brösel. So hab ich es mit Mühe ausm Mixer gekratzt und sie gleich unter die Sauce gerührt. Meine Experementierfreude hat sich ausgezahlt. Best Sauce ever!
Tipp: Bei mir waren einige Spaghetti über 2 Meter lang. Schneidet sie vorher bevor ihr sie kocht. Glaubt mir. Es erspart euch eine Menge Saubermachen, Flüche und endloses-auf-die-Gabel-drehen.
Ach und wenn ich an das Desaster mit den Möhren vom Vortag denke: 2 Minuten und 3 Kohlrabi wurden ohne Mühe zu Spaghetti. So lob ich mir das! Doofe Möhren.

26.06 Kohlrabinudeln

Tag 5 – Freitag

Immer wenn ich bei meinem Freund oder woanders übernachte gibt es zum Frühstück meine heißgeliebten Banana-Muffins. Sind echt praktisch zum Mitnehmen.
Zum Mittag hab ich den Rest von den Kohlrabispaghetti gegessen. Die Portion war so riesig, dass ich den ganzen Tag außer ein paar Muffins nichts mehr gegessen habe.
Ab 19 Uhr hab ich dann bis 23 Uhr in der Küche gestanden. Samstag ging es in den Zoo und da braucht man natürlich ne große Portion Wegzehrung. Außerdem fuhr meine Tante an dem Tag wieder nach Hause. Darum hab ich gleich die doppelte Menge an Muffins gemacht. Zudem den Pizzateig für Samstag vorbereitet und Reisbällchen mit Dip zubereitet. Wenn man das so liest hört sich das nicht viel an, aber zwischendurch sauber machen und nicht alles gleichzeitig machen zu können verschlingt enorm viel Zeit.

Tag 6 – Samstag

Wie eben schon erwähnt ging es an diesem Tag in den Zoo. Während wir uns die Seelöwenshow angeschaut haben, habe ich mir genüsslich Reisbällchen mit Tomatendip reingezogen. Vergesst eure Löffel nicht! Als Nachtisch gab es zwei Nektarinen und ein paar Muffins.
Tipp: Um den Dip zu transportieren habe ich die ‘Bruno Fischer’ 100g Tomatenmarkgläser zum Zuschrauben benutzt.

28.06 Reisbällchen_Tomatendip_snack_to got_vegan
Abends gab es dann mal wieder Pizza. Aber diesmal die Margarita Variante. Nur ohne Mozzarella, da mir mein Mus ausgegangen ist. Oh Schreck! Und das an einem Samstag Abend.

28.06 vegane Pizza

Fazit: Diese Woche hab ich es endlich geschafft zu meditieren. Wie Attila auch in seinem Buch schreibt, kann ich mich noch nicht so wirklich konzentrieren, lasse mich ablenken und Alltagsprobleme kommen einem in den Sinn. Aber es wird schon besser! Eigentlich wollte ich ja diese Woche mit dem Vegan-for-Youth-Drink anfangen. Pustekuchen! Der Entsafter fehlt. Mhh. Mach ich eben einen Smoothie draus. Denkste! Mit meinem Pürierstab wurde das nichts. Also auf die To-Do-List kommt: Entsafter und einen anständigen Mixer anschaffen!

Den Post von der ersten Woche findet ihr hier.
Den Post von der dritten Woche findeet ihr hier.

Bis nächste Woche dann!

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