Vegan durch den Sommer – Teil I

Am Montag habe ich die 60 Tages Challenge von Attila Hildmann gestartet. Dabei ernährt man sich vegan, macht Sport und meditiert. Ich habe mich davor schon sehr fleischlos ernährt. Dafür aber viel Fisch gegessen. Die Umstellung ist mir weniger schwer gefallen als ich gedacht habe. Jedoch muss ich sagen, dass ich den ganzen Tag nur am Kochen bzw. am Sauber machen bin. Bei Instagram könnt ihr mich unter @GlasschuhGoesVegan verfolgen. Dort habe ich täglich Fotos von meinem Gekochten hochgeladen.

Tag 1 – Montag

Angefangen habe ich meinen ersten veganen Tag mit einem Frühstück, was ich schon länger kenne. Dinkel-Kernotto mit Banane, Apfel-Mango-Mus und geröstete Mandeln. Dinkel-Kernotto sind aufgeweichte Dinkelkörner.
Zubereitung: Eine Tasse Kernotto mit der dreifachen Menge an Wasser vorsichtig zum Kochen bringen. Danach eine Stunde auf niedriger Flamme weiter köcheln. Währenddessen immer wieder umrühren und kontrollieren, ob genug Flüssigkeit dabei ist. Ggf. Flüssigkeit nach schütten. Kann super vorbereitet werden und zwei bis drei Tage im Kühlschrank bleiben. Das heißt: gleich eine größere Menge kochen. Super lecker auch mittags mit einer einfachen Tomatensoße!

16.06 Frühstück DinkelKernotto_Apfel-Mango-Muffins_Banane

Danach hab ich mir einen Einkaufzettel gemacht, der die Zutaten der nächsten drei Tage beinhaltet. Eigentlich war der bombige Burger, den ihr unten sehen könnt fürs Mittagessen eingeplant, aber Brötchen backen und den ganzen Rest zubereiten, hat solange gedauert, dass einfach mal Abendessen draus wurde.
Ansich bin ich ja eigentlich nicht so der Fan von Avocado, aber die Creme zusammen mit diesen Buletten waren echt eine Sensation! Da hat sich das lange Warten total gelohnt.

vegan_Burger_Dinkel_Attila_Hildmann

Tag 2 – Dienstag

Zum Frühstück gab es diese genialen Apfel-Hafer-Tower mit Kiwisauce. Zum reinlegen lecker! Ich liebe die Kombination von Apfel, Hafer und Kiwi. Hätte nicht gedacht, dass ich mal so auf Hafer stehen würde. Das Schichten habe ich aber nur einmal fürs Foto gemacht. Wer hat morgens schon die Ausdauer, Äpfel und Hafer so akribisch zu schichten?

Tipp: Die Hafercreme ist etwas wässrig geworden. Also würde ich dort raten, entweder weniger Hafermilch zu nehmen oder es länger quellen zu lassen.

Also fotogen sind die hübschen Türmchen ja.

17.06 Frühstück Apfel-Hafer-Tower mit Kiwi-Sauce Apfel-Hafer-Tower mit Kiwi-Sauce

Da ich nicht gerne Rohes esse und davon immer leichte Bauchschmerzen bekomme, hab ich am nächsten Tag den Haferbrei warm gemacht und die Äpfel reingeschnitten und mitgekocht. Schmeckt mir besser als roh und kalt. Kann ich nur empfehlen!
Zum Mittag habe ich wieder einen Burger gegessen. Hab ja 6 davon gemacht und irgendwann müssen die ja gegessen werden.

Tag 3 – Mittwoch

Zum Frühstück gabs nur ein wenig Obst. Zum Mittag Hirse Mediteran. Es liegt vielleicht daran, dass ich die Hirse etwas zu lange gekocht habe, aber es hat mir nicht so gut geschmeckt, wie ich gedacht hatte.

Hirse Mediteran

Dafür am Abend etwas worauf ich mich schon länger gefreut habe: ‘Spaghetti Bolognese’. Spaghetti aus Zucchini. Dieses Rezept war das erste was ich aus diesem Buch gekocht habe und habe es schon vor gut einem Monat ausprobiert. Bis dahin wussten meine Schwester und ich gar nicht, dass wir schon seit 5 Jahren einen Spiralschneider im Haus haben.
Das ist übrigens dieses Ding:

18.06 Mittag Spiralschneider_Zucchini

Ich habe Zucchnispaghetti schon vor einen Monat lieben gelernt und tue es immer noch. Sicher eines meiner Lieblingsrezepte aus den Büchern. Der Parmesan ist übrigens aus kleingehackten, gerösteten Mandeln. Ich hasse den Geruch von Parmesan und meine Mutter ebenso. Sie war schon ganz skeptisch als sie sah, dass ich ‘Parmesan’ auf meinen Nudeln hatte, bis ich sie aufgeklärt hatte. Und wir alle denken, dass die Mandeln perfekt zu diesen Nudeln passen.

18.06 Mittag Zucchininudeln_vegan_Mandelparmesan

Tag 4 – Donnerstag

Zum Frühstück hab ich mir Muffins gebacken und seitdem jeden Tag. Zwar nicht immer zum Frühstück aber für zwischendurch oder unterwegs.
Ich bin absoluter Bananenfan und esse am Tag so um die 3 Stück. Auch deswegen liebe ich diese Muffins.
Tipp: Benutzt mehr Zimt als im Rezept angegeben. Auch mit der dreifachen Menge schmeckt man ihn kaum raus, da die Bananen so dominant sind. Und streut etwas gemahlene Vanille in den Teig. Ich finde Vanille passt super zu Banane. Verziert eure Muffins so wie ich mit Himbeeren, Blaubeeren oder ähnlichem.

veganeMuffins_Banane_Zimt_Himbeeren

Zum Mittag habe ich mir diese Nudeln gemacht. Im Rezept steht Vollkornreisnudeln, gabs nur leider nicht im Supermarkt. Deswegen hab ich mich einfach für Vollkorndinkelnudeln enschieden, die wir sowieso immer zu Hause haben. Dazu Rotkohl, Paprika und Brokkoli. Wasn’ Burner. Ich schwärme immer noch davon. Die werde ich definitiv öfter machen.

Gemüsenudeln_Rotkohl_Möhren_Brokkoli_Tomaten

Und da es mal wieder ein Rezept für zwei Personen ist und ich zu faul war alles auf eine Person runterzurechnen hab ich einfach beschlossen, dass ich den Rest am nächsten Tag auf meinen Ausflug nach Hannover mitzunehmen. Auch kalt sind sie einfach noch umwerfend gut.

Nudelntogo_vegan

Abends gab es dann noch den Rest vom Hirse.

Tag 5 – Freitag

Zum Frühstück gabs wieder meine leckeren Muffins. Diesmal herzhaft mit Apfel und Karotte.

Tipp: Probiert ruhig etwas mit den Zutaten herum. Herzhaft oder eher süß. Bei herzhaft etwas mehr Salz und weniger Zimt benutzen. Ich habe mal anstatt alles mit Buchweizenmehl zu machen, ein drittel Buchweizenmehl, ein drittel Dinkelmehl und ein Drittel feine Haferflocken genommen.

Mittags gabs dann etwas ähnliches wie den Tag davor. Nur Reis anstatt Nudeln und ohne Brokkoli. Ich finde der viele Rotkohl der dort drin ist schmeckt man gar nicht raus.

Reis_Rotkohl_Paprika_vegan

Und bei fast jedem Gericht sind Zwiebeln dabei. Es gibt nichts schlimmeres für mich als Zwiebeln schneiden. Ich setze schon immer eine Taucherbrille auf, damit meine Augen nicht brennen, dafür brennt meine Nase dafür umso mehr. Und ich sehe nach 20 Sekunden nichts mehr, weil sie beschlägt und schneide mehr nach Gefühl als dass ich was sehe. Lange kann das nicht mehr gut gehen. Und natürlich bin ich mir zu fein die Brille kurz anzuheben und sie trocken zu wischen. Könnte ja scharfer Zwiebeldampf reinkommen.

Tag 6 – Samstag

Mein Tag begann mit Joggen um den See. Danach eine erfrischende Dusche und Fahrrad fahren zum Wochenmarkt. Dort hab ich frisches Gemüse aus der Region gekauft und bin auf einen kleinen Abstecher zu dem Reformhaus, indem ich immer einkaufe und was direkt gegenüber liegt. So langsam hab ich so gut wie alle Zutaten zu Hause die man so für die ganzen Rezepte braucht. Man findet ein Rezept, geht die Zutatenliste durch und hakt einfach nur ab: Hab ich, hab ich, hab ich, hab ich auch! Ist irgendwie ein beruhigendes Gefühl. Das gibt einem mehr Zeit und Flexibilität. So, zurück zu meinen Wraps. Ich muss zugeben, dass ich mich wirklich sehr auf diese Wraps gefreut habe. Es hat sich alles so lecker angehört. Es hat aber auch schon schlecht angefangen. Ich habe keinen Babyspinat bekommen. Naja, davon geht nicht die Welt unter, aber ich hab mich schon geärgert, dass ich zwei meiner Wraps wegschmeißen konnte, da die erste zwei in der Pfanne eher wie Kaiserschmarn aussahen als Wraps. Aber das kenn ich schon. Passiert mir mit Pfannkuchen auch immer. Ich brauche bei allen Sachen erstmal zwei Anläufe, bevor es richtig funktioniert.

veganewraps

Das verhunzte Frühstück wurde durch die grandiose Gemüsepizza wieder wett gemacht. Geschmack super, Vorbereitung nicht so super. Hab mich echt geärgert, dass schon wieder beim Teig die Mengenangaben nicht gestimmt haben. Hab am Ende fast doppelt so viel Mehl benutzt wie angegeben war. Entweder liegt es an mir, an der Waage oder am Buch. Ich weiß es nicht. Aber ich bin ja flexibel und schaffe es auch ohne Rezept, einen ordentlichen Hefeteig zu machen. Hat dann eben für zwei Pizzen gereicht. Ist auch nicht schlecht. Den Mandelmozza finde ich geschmacklich super, nur die Konsistenz ist nicht so meins.

veganePizza_Gemüsepizza

Tag 7 – Sonntag

Heute mal kein Stress mit Kochen, heute hieß es: Reste essen! Da ich durch die Mengenangaben ja immer zu viel gemacht habe, konnte ich heute einfach alles nochmal warm machen und essen.

Fazit: Ich fühle mich super! Ich habe kaum Augenringe mehr und meine Fingernägel, die sonst spröde und rissig sind, glänzen und sind fest. Ich vermisse nichts und komme geschmacklich voll auf meine Kosten. Ich wollte schon immer mehr kochen und kochen lernen und das mach ich nun. Learning by doing! Leider nimmt mir das Kochen echt extrem viel Zeit. Das ganze Gemüse schnippeln und danach wieder sauber machen. Ohne Geschirrspülmaschine sollte man das echt nicht machen. Gerade wegen diesem Zeitaufwand bin ich nicht dazu gekommen mir Matcha zu machen oder Drinks. Auch die Meditation habe ich nicht geschafft. Dafür aber habe ich mein Sportprogramm durchgezogen. Ich möchte nächste Woche auf jeden Fall die Getränke ausprobieren und meditieren.

Hier gibt es den zweiten Teil meiner Challenge!
Hier gibt es den dritten Teil meiner Challenge!

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