[OiK] – Das Ausmisten

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Ihr habt jetzt also einen riesigen Haufen Klamotten herum liegen, einen sauberen Schrank und einen Überblick über alles. Mit Sicherheit ist euch jetzt das eine oder andere Teil in die Hand gekommen, das euch überhaupt nicht mehr gefällt, das euch nicht mehr passt oder einfach nicht mehr tragbar ist. Hier empfiehlt sich eine Sortierung:

  • trage ich weiter
  • verkaufe ich weiter
  • will ich spenden
  • Müll

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Beim Ausmisten muss man nur auf ein paar goldene Regeln achten, die alles sehr viel einfacher machen. Alles was länger als ein Jahr ungetragen im Schrank hängt (außer vielleicht besondere Kleider), bei der Anprobe kratzt, Falten zieht, zu eng ist oder auch böse Erinnerungen weckt (!), kommt weg. Habe ich selbst erlebt und wenn das Teil noch so schön ist, man zieht es ja doch nicht an, wenn man sich nicht wohl darin fühlt, weil es kratzt oder einen an Dinge denken lässt, die man darin erlebt hat und am liebsten vergessen würde. Weg damit! Es belastet nicht nur uns, sondern nimmt auch noch Platz im Schrank für Schönes weg. Ansonsten kommt auch alles weg, was zu klein oder zu groß ist. Der Satz “Wenn ich jetzt 5 Kilo abnehme, pass ich da wieder rein.” – Ganz ehrlich, nein! Wenn es sein muss, dann hebe eine einzige Jeans auf, die vielleicht als Ansporn gilt. Geh lieber neue Dinge kaufen, wenn du abgenommen hast, das ist nämlich auch ein schönes Gefühl!

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Den Verkaufe-ich-weiter-Stapel zeige ich erst einmal Schwestern und Freundinnen. Ganz sicher finden sie das eine oder andere Teil, was ihnen gefällt. Den Rest könnt ihr, je nach Wert bei ebay oder Kleiderkreisel verkaufen oder auch tauschen.

Beim Spendestapel eröffnen sich euch mehrere Möglichkeiten, die ich euch kurz erläutere:

Der Altkleidercontainer ist wohl die üblichste Variante. Klappe auf, Sack rein, Klappe wieder zu. Allerdings stecken hier häufig riesige Unternehmen hinter, die unsere Altkleider in die dritte Welt verschärbeln und den dortigen Bekleidungsmarkt kaputt machen.
Etwas ähnliches bietet zur Zeit ja auch H&M an. Pro Tag kann man dort zwei Tüten mit Altkleidern vorbei bringen und erhält dann 15% Rabatt auf einen neuen Artikel. Klingt auf den ersten Blick ziemlich toll, auf dem zweiten Blick, entdeckt man doch das gleiche Prinzip, wie bei den Altkleidercontainern. Ich bin auf auf einen Artikel aufmerksam gemacht worden, von einer, die bei Greenpeace ist und zu diesem Thema selbst ein Interview im Radio gegeben hat. Zum Beispiel rät sie, die alte Kleidung zu zerschneiden, bevor sie in den H&M Container landen. So wird verhindert, dass die Altkleider in  Dritte-Welt-Länder weiter verkauft werden können. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet Hier einen interessanten Artikel und ein Radiointerview.
Was meine Familie schon seit langer Zeit macht, ist eine dritte Alternative. Es gibt zahlreiche Organisationen, auch in deiner Nähe, die Altkleider selbst gebrauchen. Bei uns gibt es den  “Guten Hirten”, der (fast) alle  abgegebenen Kleidungsstücke, Spielzeug, Deko….selbst verwertet. Erkundigt euch mal in eurer Stadt! So könnt ihr lokal  den armen Menschen eurer Heimat helfen.

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Müll ist alles, was kaputt ist. Also löchrige Socken und Strumpfhosen. Verwaschene alte T-Shirts mit und ohne Mottenlöcher. Einige Dinge können allerdings auch als (Schuh-)Putzlappen ein neues Leben beginnen oder werden zu tollen Statementketten!

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Prävention: Soo, jetzt haben wir unsere Kleidung analysiert, aussortiert und haben eine gute Anzahl an Dingen, die wir behalten wollen. Aber wie vermeide ich es zukünftig, wieder von vorne anfangen zu müssen?
Das ganze Ausmisten kann man wahrscheinlich nicht verhindern. Es ist einfach so, dass wir vielleicht mal nicht mehr in ein Teil reinpassen oder wir einige Sachen so häufig anhatten, dass sie uns nicht mehr gefallen.
Grundsätzlich kann man schon beim Shoppen etwas gegen die Vermüllung des Kleiderschrankes tun: mehr auf Qualität achten, zum Beispiel. So halten die Sachen länger und wenn nichts piekt und kratzt sind wir auch gleich viel glücklicher und schonen damit auch die Umwelt, da wir nicht ganz so schnell wieder Altkleider produzieren.
Des weiteren sollte man immer mit einem Plan shoppen gehen. Das heißt nicht, das zehnte schwarze Shirt kaufen, wenn man sich eigentlich vorgenommen hat, einen bunten Rock zu suchen. Zum Beispiel das Jeansproblem. Grundsätzlich denkt man doch, man hat zu wenig Jeans und ist immer auf der Suche nach der einzig wahren Jeans. Pustekuchen. Ich habe bestimmt fünf Stück und vielleicht zwei im letzten halben Jahr davon angehabt. Ich trage nun mal verdammt gerne Strumpfhose und Röcke. Vielleicht wenn es wieder etwas wärmer wird, aber dieses Jahr werde ich mir keine Jeans kaufen – ich schwöre es ;)

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Der Großteil ist geschafft, der Rest macht Spaß und ist ein Kinderspiel!
Weiter gehts mit dem System schaffen! :)

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