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Meine 5 Tipps für eine Fotosafari in Südafrika

by Lisa Sophia 13. Juni 2017 3 comments

 

Fotosafari durch Südafrika | Tipps, Reisen, Travel, Afrika, Fotografie | Glasschuh.com Blog aus Hannover von Lea Christin

Hi, hier ist Lisa Sophia, die Schwester von Lea für euch! Ich schreibe auf Glasschuh.com über Reisen und vegane Ernährung.

Im März habe ich einen dreiwöchigen Trip durch Südafrika unternommen, mit spannenden Touren durch wundervolle Landschaften, bei denen ich Tiere in freier Wildbahn sehen und fotografieren konnte. Davon habe ich schon vor zehn Jahren geträumt, als ich das erste Mal den Film Hatari mit John Wayne geschaut habe. Der spielt zwar in Tansania und nicht in Südafrika, aber trotzdem haben mich die Bilder von damals nicht mehr los gelassen.
Ihr spielt auch mit dem Gedanken eine Fotosafari durch Südafrika zu unternehmen? Ich habe alle meine Erfahrungen gesammelt und stelle euch jetzt meine besten Tipps zusammen.

 

N° 1 – Das (Foto-)Equipment

Fangen wir mit dem Naheliegensten an: der Ausstattung. Wie der Name schon sagt ist eine Kamera bei einer Fotosafari unersetzlich.  Allerdings ist auch ein gutes Zoom Objektiv wichtig, da die Tiere meist weiter weg sind, besonders bei Vögeln ist das Objektiv dein bester Freund! Nichts ist frustrierender, als ein tolles Motiv vor deiner Kamera, dass du mit deinem Objektiv nicht einfangen kannst.
Mindestens genauso wichtig ist aber auch das Fernglas. Was Außenstehenden vielleicht nicht so bewusst ist, wenn man Fotos oder Videos anguckt, ist die Tatsache, dass man teilweise Stunden durch die Savanne fährt und kein einziges Tier erblickt oder höchstens mal einen Vogel zu Gesicht bekommt. Man muss ständig die Ohren und Augen offen lassen. Natürlich kann man auch durch die Kamera suchen, der Tragekomfort und die Trefferquote sind mit einem Fernglas aber um einiges höher.

Eine Fotosafari ist in einem kleinen Twingo genauso möglich wie in einem Geländewagen. Jedoch ist man nicht mehr so frei in seiner Wahl der Parks. In den meisten Parks gibt es asphaltierte Straßen, die auch ohne 4×4 (Allradantrieb) befahrbar sind. Teils sind die Wege sehr sandig, haben Tiefe Löcher oder viele Steine. Die schönsten Touren und Blicke hatte ich tatsächlich auf 4×4 Strecken. Also lohnt es sich über einen Geländewagen nachzudenken. Ein Muss ist das jedoch nicht.

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N° 2 – Früh aufstehen zur Fotosafari!

In Afrika ist es tagsüber meist sehr warm. Nicht nur für uns Menschen ist es dann angenehmer in der kühlen Hütte einen Mittagsschlaf zu halten, sondern auch die Tiere ziehen sich in den Schatten zurück und ruhen sich aus. Daher sieht man die meisten Tiere kurz nach der Morgendämmerung. Mit ein bisschen Glück, kann man sogar einige der nachtaktiven Tiere erblicken, die vielleicht gerade von der Jagd kommen. Ich empfehle euch also die Touren möglichst morgens zu planen und darauf zu achten, dass ihr euch mittags nicht in der prallen Sonne aufhaltet. Damit tut ihr nicht nur eurer Haut einen gefallen, sondern vermeidet auch einen Hitzschlag.

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N° 3 – Bekleidung

Die Frage nach „was ziehe ich bloß an?“ lässt uns auch in Afrika nicht in Ruhe. Gerade in den Malariagebieten ist es sehr wichtig, helle Kleidung zu tragen, die am besten moskitosicher ist. Wenn dazu auch noch die Attribute luftig und UV-Filter dazu kommen, hat man die Eigenschaften der perfekten Kleidung, die meist leider optisch nicht so viel her machen. Ich habe mir zwei von diesen Hemden gekauft, sie allerdings nur abends getragen, da die Moskitos nachtaktiv sind – und wie aktiv sie sind! Als wir einmal abends nach dem Essen draußen saßen und ich noch meine kurzen Sachen anhatte, war ich innerhalb von wenigen Minuten komplett zerstochen. Gerade wer ohne Malaria-Prophylaxe (s. punkt 4) unterwegs ist, sollte bei der Bekleidung eher auf den Schutzfaktor setzen, als auf den Stilfaktor.

Wir sind dafür einmal nach Hannover zu Sportcheck gefahren und haben uns dort mehr oder weniger alle zusammen gesucht was wir brauchten. Das war allerdings gar nicht so leicht. Im Februar kaufen die Leute eben nicht so viele kurzärmlige Sachen, dementsprechend gering war auch die Auswahl. Aber wir haben beide unsere Moskitosicheren Hemden von Craghopper gekauft und ich habe endlich, nach zwei Jahren liebäugeln, meine Fjällräven Hosen gefunden.
Weitere Ausrüstungsgegenstände, die unerlässlich sind: Ein Sonnenhut, vorzugsweise mit Band, da der Wind teils sehr stark ist. In Südafrika kann man auch hervorragend wandern gehen, z.B. bei einer geführten Fußsafari, wo der Ranger einen ganz nah an die Tiere heran bringt. Da ist festes Schuhwerk einfach unerlässlich (Mein Paar findest du hier).
Was man auch auf keinen Fall vergessen sollte ist die Taschenlampe! Gerade wenn man in der Dämmerung oder nachts unterwegs ist braucht man die Taschenlampe um nach Tieren zu leuchten. Dabei sieht man an der Reflexion der Augen Nachtaktiver Tiere ob es sicher ist rauszugehen. Es ist sehr unwahrscheinlich, aber es kann durchaus vorkommen, dass auch Raubtiere oder Elefanten durch das Lager spazieren. Deswegen einmal auf Nummer sicher gehen!

 

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N° 4 – Gesundheit

Die Malaria Prophylaxe habe ich ja eben schon erwähnt und die Vorbereitung auf einen Südafrikatrip gehört auch mit dem Hauptziel „Fotosafari“ unbedingt dazu. Ich habe meinen Urlaub über einige Monate lang zusammen mit meinem Vater geplant und organisiert. Dazu gehört nicht nur das Zusammenstellen eines guten Foto-Equipments und das Shoppen von Safari-Klamotten, sondern auch die medizinische Vorbereitung. Dabei haben wir uns von unserem Hausarzt und einem Apotheker beraten lassen. Dazu gehörten Impfungen gegen Hepatitis A+B, Typhus, Tollwut und die Malaria Prophylaxe. Wie ihr seht ist das nicht gerade wenig und man sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Impfungen auch nicht ganz ohne sind. Gerade bei der Tollwut Impfung spalten sich die Geister. Wenn man von einem infizierten Tier gebissen wird, wird man trotz Impfung nochmal geimpft, da die Impfung nur einen 90% Schutz gewährleistet. Aber gerade wenn man weit außerhalb jeglicher großen Städte reist, wo das nächste Krankenhaus mehrere Stunden Fahrt entfernt ist, ist mir diese 90% Sicherheit sehr lieb. Einige sagen auch, dass es sehr unwahrscheinlich ist von Wildtieren gebissen zu werden. Meiner Erfahrung nach stimmt das nicht wirklich. Gerade Affen kommen einem beim Frühstück gefährlich nahe.

Bei der Malaria Prophylaxe ist es sehr ähnlich. Die Tabletten die man jeden Tag schlucken muss sind nicht nur teuer, sondern haben auch einige Nebenwirkungen, was sich allerdings die letzten Jahre sehr verbessert hat. Dazu kommt, dass sie nur einen 25% Schutz vor einer Ansteckung von Malaria haben. Allerdings sorgen sie bei einer Ansteckung dafür, dass der Krankheitsverlauf viel schwächer verläuft. Das bedeutet, der Schutz vor Mückenstichen ist das A und O. Helle, moskitosichere Kleidung, Moskitonetze über den Betten und im besten Fall noch Antibrumm.

Zum Thema Gesundheit gehört auch die Prävention gegen Kriminalität. In einigen Bereichen von Südafrika, gerade in den Großstädten, ist die Kriminalitätsrate im Vergleich zu Deutschland recht hoch und man sollte sich entsprechend verhalten. Am besten keinen Schmuck, Eheringe oder Uhren tragen. Keine Anhalter mitnehmen und wenn man von der Polizei angehalten wird, niemals die Strafe an den Polizisten zahlen, sondern immer zur Polizeiwache fahren. Das waren für uns die wichtigsten Regeln, da wir abgesehen von Ankunft und Abflug in keiner großen Stadt waren. Weitere Hinweise worauf man achten sollte findet ihr auf der Website des Auswärtigen Amts.

 

N° 5-  Essen und Trinken in Südafrika

Zum Thema Gesundheit kommt auch der richtige Umgang mit Lebensmitteln vor Ort. Den Spruch, den ich immer wieder von unseren Afrikaerprobten Freunden zu hören bekommen habe war: „Boil it, peel it or forget it!“ (Koche es, schäle es oder vergiss es).  Ich glaube niemand hat Lust auf eine Lebensmittelvergiftung wenn er auf Reisen ist. Das bedeutet auch: Keine Eiswürfel. Generell ist das Leitungswasser in Südafrika eines der besten der Welt, aber wenn man in den Parks unterwegs ist, kann es schon mal sein, dass in der Küche ein Schild hängt, mit der Warnung, dass das Leitungswasser nicht für den menschlichen Gebrauch geeignet sei. Wir haben bei jedem Einkauf 10L Wasserkanister gekauft, die wir in einigen Unterkünften auch fürs Zähneputzen und kochen benutzt haben. Auch die Lebensmittelqualität ist in Südafrika ganz gut. Wenn man sich bei der Selbstverpflegung an den oben genannten Spruch hält ist man auf der sicheren Seite. Wir waren häufiger auch in Restaurants essen und es hat immer hervorragend geschmeckt. Gerade Fleischesser kommen bei den fleischliebenden Afrikanern voll auf ihren Geschmack. Massentierhaltung gibt es kaum in Südafrika. Deswegen muss man beim Autofahren auch immer voll konzentriert sein und die Straßenseiten mit im Blick haben. Viele Rinder sind nicht eingezäunt und laufen ganz entspannt auf der Straße lang. Daran muss man sich einfach gewöhnen.

 

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So weit meine fünf Tipps für eine Fotosafari in Südafrika! Dies war der erste Einblick in meine Zeit auf der Südhalbkugel und ich werde gerne noch mehr davon berichten. Zum Beispiel was unsere genauen Vorbereitungen angeht (Interessiert euch zum Beispiel eine Checkliste?), welche Route wir genommen haben und mit welchen Mitbewohnern man in den Unterkünften rechnen kann….Südafrika ist spannend, vielseitig und eine echte Erfahrung für mich gewesen. Falls ihr jetzt also auch Lust auf eine Fotosafari bekommen habt, beantworte ich gerne eure Fragen!

 

Seid ihr schon mal in Südafrika gewesen? Was sind eure Erfahrungen oder habt ihr den Wunsch einmal eine Safari zu unternehmen? Wollt ihr meine Tipps noch ergänzen?


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3 comments

shadownlight 13. Juni 2017 at 18:30

Hey,
wow danke für die wundervollen Eindrück! Ich war noch nie dort, aber das muss man einfach mal gesehen haben.
Liebe Grüße!

Reply
Martina 16. Juni 2017 at 15:10

Hallo Liebes,
Ich habe deinen Artikel mit großem Interesse gelesen. Es musste ein unglaublich toller Trip sein. Du hast super Erfahrungen gemacht und ich würde denen Artikel jedem lesen empfehlen, wer die Absicht Safari zu besuchen vor hat. Liebe Grüße aus Luzern Martina

Reply
Antonia 5. Juli 2017 at 14:27

Danke für den super interessanten Post! Dein Trip hört sich wirklich großartig und spannend an, die Fotos sind echt toll geworden 🙂

LG
Antonia

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