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Experimentierküche: veganer Burger aus Kidneybohnen

by Lea Christin 9. November 2016 4 comments

Meine Schwester und ich lieben es zusammen in der Küche zu stehen und ein paar neue Rezepte auszuprobieren. Da wir beide seit einer Weile vegetarisch leben, hat unsere Lust auf Experimente in der Küche auch nochmal zugenommen. Zeitlich schaffen wir es zwar nicht häufig, aber wir wollen versuchen nun auch diesen Teil von uns hier auf Glasschuh.com unter zu bekommen – ich hoffe ihr habt genauso viel Freude daran wie wir!

Beginnen werden wir heute mit einem veganen Rezept für Burger! Wir lieben Burger und suchen immer nach tollen neuen Rezepten, die genauso gut (oder besser) schmecken wie „original Burger“. Ob mit Tofu, Süßkartoffeln oder in diesem Fall – Kidneybohnen. Wir haben schon viele Rezepte ausprobiert und wollen euch heute an unserem neusten Experiment teilhaben lassen. Experiment auch deshalb, weil es das erste Mal war, dass wir das Rezept ausprobiert und auch ein wenig abgewandelt haben und naja…sagen wir, das Ergebnis ist nicht ganz so geworden, wie wir es erwartet haben. Es hat uns hinterher aber trotzdem allen geschmeckt und deswegen wollen wir euch das Rezept nicht vorenthalten!

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Unsere Idee war es, einen Burger zu kreieren, der ein wenig orientalisch angehaucht ist. Da wir momentan super gerne Fladenbrot selbst backen, haben wir sowieso immer Schwarzkümmel und Sesam im Haus und wollten damit unsere Burgerbrötchen pimpen. Das Rezept selbst stammt aus Attila Hildmanns Mega-Buch Vegan for Fit.
Die Buletten sollten auf Basis von roten Bohnen sein und mit roter Beete einen besonders intensiven Geschmack und eine hübsche Farbe bekommen. Ergänzt wird der Burger durch leckeres Ofengemüse und Feldsalat.

Zutaten für acht Burger

Für  8 Buletten:

500 g rote Beete
600 g Kidneybohnen (aus dem Glas, nicht das Abtropfgewicht)
drei Esslöffel Senf
vier Esslöffel Dinkelmehl
eine Knoblauchzehe
edelsüßes Paprika
Salz
Cayennepfeffer
Chili nach Belieben

Für acht Brötchen (ein Rezept nach Attila Hildmann):

500 g Dinkelvollkornmehl
390 ml stilles Mineralwasser
1 1/2 EL Agavendicksaft (oder Apfelsüße)
1 Pck. frische Hefe
40 g gepopptes Amaranth
20 g weißes Mandelmus
1 TL jodiertes Meersalz
25g helle Sesamsaat
20g Schwarzkümmel

Beilage:

Feldsalat
eine Aubergine
eine Zucchini
Salz und Pfeffer

dazu schmecken Süßkartoffelpommes, Guacamole und Chiliketchup!

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Zubereitung der Brötchen

Da der Teig für die Brötchen zwischendurch ruhen muss, beginnen wir damit.

Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. 50ml Mineralwasser, Agavendicksaft und Hefe in die Mulde geben und verrühren. 30 Minuten ruhen lassen.

Anschließend 340ml warmes Mineralwasser zugießen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Mit etwas Mehl bestäuben und mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen.

Amaranth, Mandelmus und Meersalz unterkneten und acht flache Brötchen aus dem Teig formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 180°C vorheizen. Brötchen mit etwas Wasser bepinseln und mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen. Brötchen auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen.

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Zubereitung der Kidneybohnen-Buletten

Kidneybohnen, abtropfen, waschen und möglichst trocken zusammen mit der roten Beete in eine Küchenmaschine geben und pürieren. Alternativ tut es auch ein Pürierstab.
Wenn alles schön fein ist Mehl, Knoblauch, Senf und Gewürze hinzugeben und alles nochmal gut verrühren. Habt ihr den Eindruck, dass der Teig noch zu flüssig ist, gebt noch mehr Mehl oder auch Haferflocken hinzu. Der Teig sollte am Ende eine relativ feste breiige Konsistenz haben und nicht fast flüssig vom Löffel laufen. Wenn ihr es schärfer mögt, könnt ihr eine Chili fein hacken und unter den Teig geben.

Wir haben an dieser Stelle einen entscheidenden Fehler gemacht! Zu viel Flüssigkeit im Teig! Das hat unsere Buletten nachher im Ofen förmlich auseinander laufen lassen, sodass sie eher wie Cookies, als wie Burgerbuletten aussahen. Also, aus unseren Fehlern lernen und möglichst viel Saft aus dem Teig lassen!

Den Teig mit einem Löffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Dabei möglichst kleine, hohe Buletten formen, da der Teig im Ofen noch etwas auseinander läuft.
Auf mittlerer Schiene für 40 Minuten bei 180°C backen. Sollten die Buletten nach dieser Zeit immer noch ziemlich weich sein, noch weitere 10 bis 15 Minuten backen oder in die Pfanne umziehen und die Buletten nochmal von beiden Seiten schön knusprig braten.

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Zubereitung der Beilagen

Feldsalat waschen, trocken tupfen und zur Seite legen. Zucchini und Aubergine in flache Scheiben schneiden und mit Salz bestreuen. Nach einer viertel Stunde das Wasser abtupfen und die Scheiben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilen. Salzen und pfeffern und bei 180°C ca 20-30 Minuten backen. Dies geht auch ganz einfach zusammen mit den Buletten, dabei das Blech mit dem Ofengemüse unter die Buletten schieben.

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Zubereitung des Burgers

Die Burgerbrötchen aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und in der Mitte aufschneiden. Die Buletten aus der Pfanne auf die untere Brötchenhälfte gleiten lassen, Ofengemüse sowie Feldsalat darauf verteilen und die obere Brötchenhäfte draufsetzen. Wer ohne Soße nicht leben kann (ist hier aber unnötig, da absolut saftig und schon voller Geschmack!) kann sich zum Beispiel eine Avocado manschen oder aus Tomatenmark, Salz, etwas Agavendicksaft und Chilipulver einen scharfen Ketchup herstellen.

Wir haben manchmal ganz schön gestrauchelt, da wir den Ofen ziemlich eingespannt hatten! Waren die Brötchen draußen, mussten die Buletten und das Ofengemüse rein. Als die Buletten in die Pfanne wanderten, durften sich die Brötchen nochmal im Ofen aufwärmen. Eine logistische Leistung, die etwas tricky ist!

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Ergebnis: Unsere Eltern mussten zum Probeessen herhalten und bemängelten nur, dass die Brötchen etwas trocken waren (upsi, vielleicht zu lange im Ofen?) die Mischung aus den herzhaften Buletten, die super lecker nach roter Beete schmeckten und dem Backofengemüse, das eine interessante Alternative zu Tomate, Gurke und Co. bildeten, ergab unserer Meinung einen tollen Burger, der mit 08/15 Macces nicht viel gemein hat.

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Was sagt ihr zu unserem Rezept? Möchtet ihr in Zukunft mehr aus unserer veganen Experimentierküche lesen?

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4 comments

Mia 10. November 2016 at 15:49

Ich liebe ja Burger unheimlich und freue mich immer, wenn ich neue Anregungen dazu bekomme, also vielen Dank für dieses interessante Rezept! Bei uns in der Stadt gibts jetzt auch ziemlich viele Angebote und ich finds super 🙂
Lg Mia

Reply
Lea Christin
Lea Christin 23. November 2016 at 11:16

Liebe Mia,
danke für dein liebes Feedback! Lass es dir schmecken 🙂

Liebst ♥
Lea Christin

Reply
Karen 11. November 2016 at 16:17

Sieht wirklich ausgesprochen gut aus! Habe bislang zweimal Brot selbst gebacken und irgendwie ging das ganz schön in die Hose. Das Rezept mit dem Schwarzkümmel hört sich aber echt gut an. Und du sagst, ihr backt gerade Fladenbrot selbst? O_O

Reply
Lea Christin
Lea Christin 23. November 2016 at 11:23

Liebe Karen,
so ist es 😉 Bei uns wird selbstgebackenes Brot auch immer schnell hart, weswegen wir es immer frisch backen und ganz schnell aufessen 😀

Liebst ♥
Lea Christin

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