Wie kleide ich mich erwachsener?

Neulich meinte eine Freundin zu mir, dass sie häufig von Fremden als wesentlich jünger eingeschätzt wird, als sie eigentlich ist. Ich meinte daraufhin, dass das doch eigentlich ein Kompliment sei. Nur ärgerlich, wenn so etwas im Berufsleben passiert und man durch sein jugendliches Auftreten nicht so ernst genommen wird, wie man das gerne hätte. Da wir die anderen Menschen nicht ändern können, sondern nur uns selbst, hilft es zu analysieren woran das liegt. Trage ich häufig Turnschuhe, Jeans und dazu Pferdeschwanz? Es mag sein, dass das genau dein Ding ist, wenn du dann aber nicht für voll genommen wirst (ja, Menschen sind oberflächlich…) kann das ganz schön nerven.
Ich habe heute ein paar Tipps für dich, wie du mit verschiedenen Mitteln deine Kleidung seriöser und erwachsener gestalten kannst. Da gibt es nämlich jede Menge Dinge die man beachten und ausprobieren kann. Wichtigste Regel hier: Bloß nicht verkleiden!, wenn du dich unwohl fühlst, dann strahlst du das auch aus. Du brauchst dich nicht in den engen Bleistiftrock zu quetschen, wenn du lieber Hosen trägst. Probiere dich aus, aber höre auf dein Bauchgefühl!

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N° 1 – zu Nichtfarben greifen


Dezente Farben werden bei uns mit Seriosität, Erfahrung und – naja – Alter assoziiert. Kein Wunder, dass graue und schwarze Anzüge und Kostüme in der Geschäftswelt den Ton angeben. Trägt man hingegenen einen pinken Blazer, kann das schon als sehr flippig aufgenommen werden. In einigen Branchen ist das durchaus erwünscht, aber vor allem, wenn man eh schon jung wirkt und einen seriöseren Look anstrebt, ist das nicht unbedingt empfehlenswert. Hier heißt es zu grau, schwarz, beige und weiß greifen, gegebenenfalls noch dunkelblau, wobei ich hier empfehle, die Garderobe auf den vier erst genannten Farben aufzubauen. Dann kann man munter kombinieren und das morgendliche Anziehen fällt nicht schwer. Allerdings sollte man den weißen, grauen und beigen Ton auf seinen Typ abstimmen und entweder zu warmen oder kalten Farben greifen, dann beißt sich auch nichts, denn das wirkt unbewusst ebenfalls unruhig und disharmonisch.

N° 2 – gerade Schnitte bevorzugen


Haben wir die Farben eingegrenzt, wählen wir nun die Schnitte aus. Alles, was eine gerade, cleane Form hat, ist wünschenswert. Rüschen und Schleifen haben hier nichts zu suchen, genauso wenig wie Applikationen. Streifen und Punkte können auflockernd wirken, sollten aber nur gewählt werden, wenn der „Alterungseffekt“ nicht zu auffällig sein soll, da sie immer noch eine Nuance verspielt wirken. Anders als gedeckte Karo- und Schottenmuster. Wer nicht ganz auf Muster verzichten möchte, ist hiermit also gut beraten. Finger weg von folgenden Drucken: Streublumen, Herzen, Anker (was auch immer) Schrift und so weiter. Am unkompliziertesten ist es mit Unifarben, was das Kombinieren ebenfalls vereinfacht.
Bei den Schnitten hautenges vermeiden. Also keine engen Bodycon Shirts und Röhrenjeans oder gar Leggings wählen. Ausgenommen sind taillierte, klassische Blusen, dunkle Rollkragenpullover, taillierte Blazer und Pencilskirts. Sehr schön sind beispielsweise Karottenhosen, Boot-Cut Jeans (Jeans nur bei weniger seriösen Terminen), locker sitzende Blusen, Westen, A-Linien Röcke (für die, die trotzdem eine Prise Romantik in ihren Looks wünschen) oder Haremshosen (für die sportlicheren mit dem gewissen Coolnessfaktor).

N° 3 – die passenden Schuhe wählen


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So süß Ballerinas und so lässig Sneaker auch sind, sie vermitteln den anderen nicht unbedingt Seriosität. Wenn es darauf ankommt, dass man erwachsen und kompetent wirkt, greift man am besten zu einem soliden Paar spitzer Pumps in schwarz oder zu einem robusten aber schicken Paar Buderpester, Tassle Loafer oder andere Loafer, falls man entweder in hohen Schuhen nicht gehen kann, sich damit zu groß fühlt – wobei man sich bei geschäftlichen Terminen als Frau gar nicht groß genug machen kann(!) – oder aus anderen diversen Gründen hohe Schuhe ablehnt. Diese wirken maskulin (was in unserer Gesellschaft, so altmodisch das auch klingt, immer noch mit Erfolg in Verbindung gebracht wird) und bodenständig, sollten dann aber auch mit einer schicken Zigaretten- oder Karottenhose kombiniert werden. Klassische Ankel Boots und Stiefel sind natürlich auch immer erste Wahl, vor allem bei kaltem Wetter.

N° 4 – Haare und Make-up anpassen


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Wenn man eh schon jung wirkt, sollte man folgende Frisuren eher meiden: hoher Pferdeschwanz, Flechtfrisuren, Bloggerdutt, alles mit Directions. Ein seriöses Auftreten hört nicht bei der Garderobe auf, sondern schließt auch Frisur, Make-up, Nagellack und sogar die Wahl des Parfums mit ein! Mein momentaner Hang zu platinblonden bzw. silbernen Haaren kommt in der seriösen Geschäftswelt womöglich nicht ganz so gut an. Natürliche Haarfarben gehen hier schon besser. Bei der Frisur sollte man sich an allem Klassischen orientieren: Banane, (ordentlicher!) Dutt. Ob man die Haare offen tragen kann, kommt vermutlich ganz auf Länge, Struktur und den Typ an. Generell ist aber nichts dagegen einzuwenden, so lange die Haare gepflegt aussehen. Beim Make-up heißt weniger ist mehr, keine grellen Farben, sondern eher die natürliche Schönheit unterstreichen. Hilfreich ist es, die Augenbrauen besonders zu betonen, um einen ausdrucksstarken, kraftvollen Gesichtsausdruck zu erzeugen. Die Fingernägel sollten ebenfalls natürlich aber gepflegt aussehen. Ob ganz kurz gefeilt oder mit natürlich wirkender Gelverstärkung in rose, beige oder greige ist ebenfalls Geschmackssache. Rote Fingernägel sind schon lange kein Tabu mehr und können durchaus getragen werden, vor allem wenn man sich femininer fühlen möchte, trotzdem würde ich auch hier zu keiner schreienden Farbe greifen. Auch Parfums können entscheidend, wenn auch unterbewusst unser Auftreten mitbestimmen. Ein frischer, etwas herberer Duft ist einem süßlichen, schweren Duft immer vorzuziehen, aber auch hier sollte man seinem persönlichen Stil treu bleiben, weitere interessante Infos und Studien, kann man z.B. hier nachlesen.

N° 5 – mit Accessoires den Look vollenden


Steht das Outfit und sitzt die Frisur, fehlen nur noch Accessoires um den Look zu vervollständigen. Die Tasche zum Outfit sollte aus hochwertigen (Kunst-)Leder sein und auch hier heißt das Zauberwort klassisch. Große sackähnliche Formen und Umhängetaschen mit Klett sind zu vermeiden. Eine kastige schwarze Schultertasche ohne großen Schnick-Schnack, in die eine A4 Mappe passt, ist immer eine richtige Wahl. Dazu kommt Schmuck, passend auf den Hauttyp abgestimmt in silber, gold oder sogar platin, wie eine zarte Uhr, feingliedrige Ketten und Ohrstecker. Mit Perlen liegt man übrigens auch immer goldrichtig! Schöne Tücher und Schals können einen Look ebenfalls aufwerten, Tücher kann man in den verschiedensten Weisen tragen, ob um den Hals geschlungen, als Accessoire an der Tasche oder sogar als Gürtel getragen, bringen Tücher immer ein wenig Eleganz in ein Outfit.

Das waren meine fünf Tipps wie ihr euren Look seriöser gestalten könnt.
Lasst es mich wissen, ob ihr es ausprobiert habt oder ob ihr noch weitere Tipps für uns habt!


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